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20.08.2009

Praxiswerkstatt 2009 - Hauptschüler/innen erkunden die Berufswelt!

Schülerinnen und Schüler von Hauptschulen und Förderschulen praxisnah an die Berufswelt heranführen ist Ziel des Projekts „ESF-Praxiswerkstatt“. Die Schüler werden in der Praxiswerkstatt zunächst spielerisch später mit Projekten in die Vielfalt der Ausbildungsberufe eingeführt. So will man dem Ausbildungsmarkt und vor allem den Betrieben qualifizierten Nachwuchs zuführen bzw. die Anzahl der Ausbildungsabbrüche reduzieren.

Auslöser für das Projekt waren die Klagen der Unternehmen über die mangelnde Eignung vieler Schüler/innen. Aus diesem Grunde wurde ein entsprechendes Modell entwickelt, das nun im dritten Jahr mit 10 Hauptschulen aus der Region Ortenau umgesetzt wird. Die Schüler der Hauptschulklassen besuchen pro Schuljahr eine Woche lang die Metall- und Elektro-Werkstätten sowie EDV/Medien/IT-Bereiche der Bildungseinrichtungen. Somit wurden bislang über 1500 Schülerinnen und Schüler der Stufen 5-8 in die Berufserkundung eingebunden.
Die Teilnehmer sind ganztags in der Praxis, um auch hier den beruflichen Alltag möglichst realistisch zu simulieren. Die Haupschüler/innen sollen zunächst das Interesse an den handwerklichen und industriellen Berufen erforschen und dann die spätere berufliche oder schulische Laufbahn hinsichtlich eines konkreten Berufsbildes anlegen. Am Ende der über mehrere Jahre laufenden Berufserkundung sollen ein oder mehrere berufliche Ziele konkret definiert werden können. Schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt soll damit bewusst gemacht werden, warum das Lernen für gute Noten in der Schule wichtig ist. Denn nur wer gute Noten hat, kann auch einen der begehrten Ausbildungsplätze erreichen.

Zur Info: Heute haben 66 Prozent der jugendlichen ALG II Bezieher keine Berufsausbildung.

Zuschüsse gibt es aus dem Europäischen Sozialfonds, von der Agentur für Arbeit, den Kommunen, der IHK und der HWK und vom Amt für Schule und Bildung.
Durch das breite Angebot im gewerblich-technischen als auch kaufmännischen, IT- oder Medienbereich werden reale Arbeitswelten kennen gelernt. Lehrer, Schüler und Eltern werden im Vorfeld mit in die Entwicklung eingebunden. Positiv wird das Projekt in den Firmen aufgenommen. „Die Unternehmen sehen, dass der Nachwuchs für den Ausbildungsmarkt immer dünner wird,“ berichtete Horst Fraas. Die Firmen seien mehr denn je gefordert, ihren eigenen Fachkräftenachwuchs heranzuziehen.

Teilnehmende Schulen 2009:

  • Achern: Grund-, Haupt- und Werkrealschule
  • Hausach: Graf-Heinrich-Schule / Grund- und Hautpschule mit Werkrealschule
  • Lahr: Theodor-Heuß-Hauptschule
  • Lahr-Reichenbach: Grund- und Hauptschule
  • Oberkirch: August-Ganther-Hauptschule
  • Oberkirch-Lautenbach: Abt Wilhelm Schule / Grund-, Haupt- und Werkrealschule
  • Oberkirch-Nussbach: Krongutschule / Grund-, Haupt- und Werkrealschule
  • Offenburg: Georg Monsch Grund- und Hauptschule
  • Önsbach: Grund- und Hauptschule
  • Schutterwald: Mörburg-Grund- und Hauptschule
  • Zell am Harmersbach: Ritter von Buß / Grund-, Haupt- und Realschule
  • Zell Weierbach: Weingartenschule / Grund- und Hauptschule
  • Zunsweier: Grund- und Hauptschule

    Ansprechpartner:
    Horst Fraas
    Tel. +49 (0) 781 92 03-7 51
    Fax +49 (0) 781 92 03-8 80
    h-fraas@ihk-bz.de
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