Die Digitalisierung, technische und betriebswirtschaftliche Veränderungen stellen Druck- und Medien-Unternehmen vor neue Herausforderungen. Produktionsabläufe wachsen zusammen, neue Märkte entstehen, Kunden- und Dienstleistungsorientierung rücken in den Vordergrund. Dies erfordert qualifiziertes Führungspersonal. Fachkräfte aus Medienberufen können sich ab dem 8. Oktober 2010 entsprechend fortbilden. Dann starten die Lehrgänge „Medienfachwirt Digital“, „Medienfachwirt Print“ sowie „Industriemeister Fachrichtung Printmedien“. Angeboten werden die Schulungen am IHK-BildungsZentrum Südlicher Oberrhein in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Druck e.V.
Wohl in keiner anderen Branche der Medienwirtschaft sind die Veränderungen so sichtbar wie im Druckgewerbe. Längst hat sich das altehrwürdige Handwerk zu einem modernen Mediendienstleister entwickelt. Neue Berufsfelder, Berufe und Qualifizierungen sind entstanden. Etwa die Aufstiegsfortbildungen zum Medienfachwirt und Industriemeister Printmedien.
In den Betrieben sind sie auf der Führungsebene tätig. Selbständig planen, steuern und kontrollieren Medienfachwirte und Industriemeister die Produktion von Print- und Digitalmedien. Dabei berücksichtigen sie sowohl technische als auch betriebswirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge. Sie beraten Kunden, erstellen Marketingkonzepte und kalkulieren Medienprodukte.
Die Inhalte der berufsbegleitenden Fortbildungen zum Medienfachwirt und Industriemeister Printmedien vermitteln sowohl grundlegendes als auch handlungsspezifisches Know-how: Kompetenzen in der Betriebswirtschaft, Medienproduktion, Kommunikation, Planung, Führung und Organisation. Die Teilnehmer wählen die ihrem Fortbildungsziel entsprechenden Module.
Angesprochen sind Fachkräfte aus der Medienbranche, etwa mit Abschlüssen als Drucker, Siebdrucker, Mediengestalter, Buchbinder oder kaufmännischer Medienberufe. Finanzielle Förderung über Programme des Bundes und der Länder ist möglich.
